Stolpersteine, Kunst oder Ware ?

(Uckermark) In ganz Deutschland, auch in Schwedt, sind hier und da einige Steine mit einem Messingdeckel in den Fußgängerzonen zu finden, die MOZ berichtete. Hiermit wird permanent auf unsere dunkle Vergangenheit hingewiesen und das Gebetsmühlenartig. Und die meisten Menschen können es kaum noch ertragen. Und viele glauben auch nicht daran, dass wir ein Volk von Völkermördern sind. Und wenn man dieses Thema hinterfragen möchte, wird die Hinterfragung als solches schon untersagt. Wir leben in keiner Freien Welt mehr und wer hinterfragt ist ein Problemmensch. Man kann mit solchen Aktionen wie mit diesen Stolpersteinen, den Staat Deutschland nicht reinwaschen, stattdessen sollte man den Dreck etwas gleichmäßiger verteilen. Hier handelt es sich aus meiner Sicht, schlicht um eine Ware. Eine etwa 2mm dicke Messingplatte auf einen kleinen Betonwürfel geklebt. Und das hergestellt in eine Art Massenproduktion. Der Initiator Gunter Demnig meint dazu: “Es ist ein Projekt für ganz Europa, es sind 10 Länder in Europa. Es sind fast 30.000 Steine.” Ein Stein kostet 95 Euro, inklusive Mehrwertsteuer versteht sich. Bislang wurden 7 % Umsatzsteuer abgeführt, also den üblichen Satz bei Kunst. Das Finanzamt urteilte aber anders, es sei keine Kunst, sondern Ware ! Somit müssten 19 % abgeführt werden. Das wären bei den bisher verlegten Stolpersteinen mindestens 150.000 € Nachzahlung. Selbst Prof. Johanna Hey, Steuerrechtsexpertin, Universität Köln sagte dazu: „Das ist ein Gebrauchsgegenstand“. Somit ging die Angelegenheit zum Finanzminister des Landes Hessen. Norbert-Walter Borjans, Finanzminister NRW sagte dazu: “Das Entscheidende an unserem Steuersystem ist auch, dass es ein Objektives sein muss, dass man nicht nach gut Dünken entscheiden kann, sondern, dass man im Prinzip sich angucken muss, welche Regeln haben wir, was müssen andere tun, die einen Umsatz machen mit ehrlicher Arbeit. Und das müssen wir uns angucken.” Nun wurde im Juni diesen Jahres eine Entscheidung getroffen: Demnig muss die 150.000 € doch nicht zurückzahlen. Er müsse aber ab sofort 19 % pro Stein abführen. Somit ist es jetzt also eine Ware, und keine Kunst mehr. Über einen Stein von Heinrich Müller stolperte nämlich das Finanzamt in Köln, er liegt genau vor den Toren dessen. Sehen Sie dazu die Fernsehproduktion Monitor Nr. 621 vom 16.06.2011 im ARD.(T.K.)

3 Antworten zu “Stolpersteine, Kunst oder Ware ?”

  1. TK Says:

    Noch eine Anmerkung:
    Für den Deutsch-Jüdischen-Verfolgungswahn der Neuzeit ist immer Geld vorhanden und für kleine Vereine sind nicht mal 500 Euro übrig. Man sollte langsam wirklich lernen abzuwägen, was sinnvoller und nutzbringender ist in dieser Gesellschaft.

  2. Heimatland-UM Says:

    Mir kommt es auch schon aus den Ohren. Eigentlich könnte man so ein Projekt als clever bezeichnen, aber es geht wohl eher in die Richtung “absahnen” und daher sind 19 % Mehrwertsteuer für eine Ware nur gerechtfertigt. Traurig ist auch, daß die Orte der Vernichtung (Konzentrationslager als Gedenkstätten) wegen zu geringer Finanzausstattung nicht richtig gepflegt werden können und auf anderer Seite so ein unnützer Pomp gepflegt wird.

  3. Heimatland-UM Says:

    Paßt auch noch. Die Lebensgeschichte der Meinhards ist um vieles interessanter und bewegender als ein kalter Stein. Hier zu lesen http://www.hagalil.com/archiv/2011/02/21/meinhardt/

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This entry was posted on Samstag, November 19th, 2011 at 13:37 and is filed under Uckermark . You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

 

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